5. FESTIVAL GRAFISCHES ERZÄHLEN
20. bis 23. April 2022

My Name is Jack. ©B. Skopnik

Zum fünften Mal lädt das Literaturhaus Nordhessen zum Festival Grafisches Erzählen ein.

Das Festival präsentiert einmal mehr aktuelle und prominente Positionen des Graphischen Erzählens und des Comics. An vier Festivaltagen erwartet das Publikum Lesungen und Diskussionen rund um Comics und Graphic Novels.

Es wird lustig, dramatisch, historisch, musikalisch, dichterisch, visionär, biografisch, poppig, klassisch, multimedial, bunt und abwechslungsreich sowieso. Aufgrund der wenig planbaren Pandemie-Situation findet das Festival dieses Mal nicht im angestammten Domizil, dem Kunsttempel gegenüber der Stadthalle, statt, sondern im deutlich größeren Kulturzentrum Schlachthof.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Comic und Musik: So bietet bereits der Eröffnungsabend ein besonderes Highlight: Bernhard Skopniks grafische Erzählung „My Name Is Jack And I Live In The Back“ wird von Axel Garbelmann (Rezitation) und Sven Krug (Kontrabass) gemeinsam interpretiert. Projektion, Rezitation und Jazzimprovisation versprechen ein außergewöhnliches audio-visuelles Erlebnis. Auch die Klasse Illustration und Comic der Kunsthochschule Kassel ist wieder mit dabei. Junge Talente geben einen querschnitthaften Einblick in ihre aktuellen Themen und künstlerischen Arbeiten.

Wir freuen uns auf vier anregende, diskussionsreiche und spannende Tage.

Unser Dank gilt den Förderern: Kulturamt der Stadt Kassel, Berthold Leibinger Stiftung, Gerhard Fieseler Stiftung, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Veranstalter: Literaturhaus Nordhessen e. V.
Festivalort: Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstraße 10-12, 34127 Kassel.
Organisation: Dr. Andreas Gebhardt, Christiane Hamacher.
Einlass: Jeweils 1 Stunde vor Beginn.
Eintritt: Frei, Spenden erwünscht!
Kontakt: 0561 / 31 69 05 25

www.literaturhaus-nordhessen.de

Festival-Flyer zum herunterladen oder Ausdrucken.


Grußwort von Dr. Susanne Völker, Kulturdezernentin der Stadt Kassel

Liebe Freundinnen und Freunde des Festivals Grafisches Erzählen,

es ist ein gutes Zeichen für die Stärkung der Vielfalt in der Kasseler Kultur, dass in diesem Jahr wieder das Festival Grafisches Erzählen stattfindet. Mittlerweile ist es bereits die fünfte Ausgabe der Reihe. Die Veranstaltungen, die in diesem Jahr im Kulturzentrum Schlachthof stattfinden, bieten die Möglichkeit, die vielseitige und ungewöhnliche Welt der Comics, Graphic Novels und anderer gezeichneter Geschichten kennenzulernen. Das Festival macht eindrücklich erlebbar, dass grafisches Erzählen längst die engen Genregrenzen des klassischen Comics verlassen und sich formal und inhaltlich so weiterentwickelt hat, dass ein eigenes Format für diese Literaturgattung in der Kulturstadt Kassel nur folgerichtig ist.

Herzlicher Dank dafür gilt dem Literaturhaus Nordhessen als Ausrichter des Festivals ebenso wie der Berthold Leibinger Stiftung, der Gerhard-Fieseler-Stiftung sowie der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, die mit uns gemeinsam die Reihe fördern und unterstützen. Ich wünsche Ihnen allen viel Vergnügen und ein begegnungsreiches und außergewöhnliches Festival Grafisches Erzählen.

Ihre Susanne Völker


PROGRAMM

Mittwoch (20. April)

19.00 Uhr: Festivaleröffnung und Begrüßung

19.15 Uhr: Bernhard Skopnik – „My Name Is Jack And I Live In The Back“ – Projektion, Rezitation, Jazz!
Jack mäandert durch das Künstlerbuch des Kasseler Zeichners und Grafikers Bernhard Skopnik. Text und Bild gehen eine eigenwillige Verbindung ein. Dieser Jack in engem Overall, mit Panzerknacker-Maske begleitet den Text, akzentuiert, umtänzelt ihn. Rezitator Axel Garbelmann und der Kasseler Bassist Sven Krug erwecken Jack auf ihre ganz besondere Weise zum Leben. Bernhard Skopnik erzählt im Anschluss vom Making Of.

Bernhard Skopnik, Axel Garbelmann, Sven Krug (v. li.). Fotos: priv und A. Gebhardt


Donnerstag (21. April)

19.00 Uhr: New Short Stories
Die Klasse Illustration und Comic der Kunsthochschule Kassel gibt Einblicke in ihre aktuellen Arbeiten und Themen. 

20.30 Uhr: Zwerchfell-Abend
Josephine Mark (Leipzig) präsentiert ihre schwarzhumorige Cowboy-Satire „Murr“: Ein Revolverheld, wie er im Buche steht, grimmig, brutal, ein Schurke ohne Furcht und Skrupel. In „Prinz Gigahertz” arbeitet sich Lukas Kummer (Kassel) visuell berauscht an der High Fantasy ab, lässt dabei scheinbar kein Klischee unbeachtet und strickt aus den bekannten Zutaten des Genres ein spannendes Märchen für Erwachsene. Christopher Tauber (Frankfurt/M.) ist Comic-Autor und Zwerchfell-Verleger: Er stellt den 1988 gegründeten Verlag und sein Programm vor.

Josephine Mark (© VollyTanne), Lukas Kummer (© Gebhardt), Christopher Tauber (© priv.)


Freitag (22. April.)

19.00 Uhr: „Schattenmutter”
Stefan Haller (Zürich) erzählt von seiner Familie und seiner psychisch kranken Mutter. Schicksalsergeben und bis zur Selbstaufgabe wird in der Familie geschwiegen. In „Schattenmutter“ bricht Stefan Haller das Schweigen und versucht, seine und die Biografie der Mutter anhand ihrer Tagebücher zu entwirren. 

20.30 Uhr: „Vatermilch – Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss“
Disko, freie Liebe, Kokain- und Champagnerexzesse, das ist die Welt von Rufus Himmelstoss. Uli Oesterle erbringt mit seinem schonungslosen Vater-Sohn-Porträt „Vatermilch“ den Beweis, dass eine Graphic Novel über Alkoholismus und Verantwortung tiefgehend und sensibel sein kann und zugleich wahnsinnig unterhaltsam.

Im Anschluss Gespräch mit Stefan Haller und Uli Oesterle.

Stefan Haller (© priv), Uli Oesterle (© Frank Bauer)


Samstag (23. April)

18.00 Uhr: „Sibylla“
Max Baitinger (Leipzig) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Barockdichterin Sibylla Schwarz aus der Vergessenheit zu holen. Er verbindet Leben und Werk mit seiner ganz eigenen Betrachtung ihrer Person und lässt uns am Entstehungsprozess seiner Comicbiografie teilhaben. 

19.30 Uhr: „Goldjunge – Beethovens Jugendjahre“
Wer war Beethoven, bevor er zu einem der größten Komponisten aller Zeiten wurde? Dieser und anderen Fragen widmet sich Mikael Ross (Berlin) in „Goldjunge”, wo er anhand tatsächlicher Aufzeichnungen eines Kindheitsfreundes von Beethoven dessen Aufwachsen als Sozialdrama zwischen Ken Loach und dem Kleinen Nick imaginiert. 

21.00 Uhr: „Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years“
1972 erlebte die Geburt des Rock’n’Roll-Messias Ziggy Stardust, dessen provokantes Spiel mit sexueller Identität und Geschlechterrollen den Grundstein für David Bowies beispiellose Karriere legte. Reinhard Kleist (Berlin) erzählt in „Starman“ von Aufstieg und Fall des wohl berühmtesten Alter Egos der Musikgeschichte.

Max Baitinger (© A. Gebhardt), Mikael Ross (© Darjush-Davar), Reinhard Kleist (© Wolf-Dieter Tabbert )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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