DIE VERWANDELTEN
Thomas Brussig liest aus seinem hoch komischen Gesellschaftsroman
Reihe: Literarischer Herbst 2020

Foto: privat / Wallstein Verlag

Dienstag, 22. September, 2020, 19.30 Uhr.

Staatstheater, Opernhaus-Foyer, Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel.
Veranstalter: Literaturhaus Nordhessen in Kooperation mit dem Staatstheater Kassel.
Eintritt: 15 Euro / 9 Euro (ermäßigt)
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Zwei junge Menschen verwandeln sich in Waschbären. Thomas Brussig macht daraus einen hoch komischen Gesellschaftsroman.

Bräsenfelde ist ein Kaff in der Provinz, das man sich ungefähr so vorstellen muss, wie es heißt. Und dennoch begibt sich dort Aufregendes, Weltbewegendes: In der Waschanlage einer Tankstelle verwandeln sich Fibi und Aram, zwei übermütige Jugendliche in Waschbären. Was wie ein Witz anmutet, den niemand glauben kann, wird unabweisbare Realität, der man sich stellen muss. Keine kleine Zumutung für ihre Familien, die Mitschüler und vor allem für sich selbst. Hält dieser Blödsinn einer medizinischen Untersuchung stand? Beim Veterinär? Oder beim Kinderarzt? Was sagt der Genetiker? Wie steht es um die juristischen Implikationen? Menschenrechte? Kinderrechte? Tierrechte? Geht das wieder weg? Und wenn nicht, lässt sich das Wunder touristisch nutzen, finanziell? Auf jeden Fall muss das ganze medial groß aufgezogen werden. Bald reisen Reporterteams aus aller Welt an, Stars und Sternchen kommen in die von Fibi moderierte tägliche Show, um sich von einem Waschbären befragen zu lassen. Aber was wird aus Fibi und Aram?

Thomas Brussig entwickelt aus einer phantastischen, aberwitzigen Ausgangssituation einen spannenden Roman, der mit großer Souveränität über unsere moderne Gegenwart erzählt.

Thomas Brussig, 1964 in Berlin geboren, hatte 1995 seinen Durchbruch mit “Helden wie wir”. Es folgten u.a. “Am kürzeren Ende der Sonnenallee” (1999), “Wie es leuchtet” (2004) und “Das gibt’s in keinem Russenfilm” (2015). Seine Werke wurden in über 30 Sprachen übersetzt.

Freundlich gefördert vom Kulturamt der Stadt Kassel und vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

 

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Staatstheater

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Staatstheater 51.312455, 9.498796