„Eine Hand wäscht die andere und beide waschen das Gesicht“
Interview mit Alexander Röder Redaktionaleiter des FRIZZ-Magazins (WS 2017/2018)

Alexander Röder, der Redaktionsleiter des Veranstaltungsmagazins FRIZZ  berichtet über seine Aufgaben und seine Erfahrungen im Beruf.

Von Enis Ibolar

Herr Röder erstmal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Als Redaktionsleiter des „FRIZZ-Magazin“ haben Sie sicherlich eine große Verantwortung. Was genau sind Ihre Aufgaben?
Das FRITT-Magazin erscheint einmal monatlich Ein wichtiger Teil meiner Aufgabe ist es, die Texte zu schreiben, damit sie in das Magazin aufgenommen werden können. Dies tue ich aber nicht alleine, wir machen dies in einer kleineren Gruppe. Vorher muss ich aber erst einmal entscheiden, welche Veranstaltungen in Kassel eine derartige Relevanz haben, dass sie im Magazin aufgenommen werden können. Außerdem gehört es zu meinen Aufgaben, unsere Homepage ansprechend zu gestalten, damit unsere Leser sich auch im Web informieren können.

Das klingt nach viel Arbeit. Was gefällt Ihnen denn am besten, beziehungsweise was gefällt Ihnen weniger an ihrem Beruf?
Grundsätzlich habe ich mich ja bewusst für diesen Beruf entschieden, von daher bereitet mir die Arbeit Freude. Mir gefällt es sehr gut, dass man viel mit Medien zu tun hat. Mein Beruf ist zudem sehr Familienkompatibel. In Tageszeitungen kann man seine Aufgaben viel weniger einteilen, von daher kann ich auch viel Zeit mit meiner Familie verbringen und meine Planungen dem Beruf individuell anpassen.

Sprechen wir nun über das Magazin: Wie hat es sich denn im Laufe der Jahre verändert? Immerhin sind 18 Jahre natürlich eine lange Zeit.
Ja das stimmt und natürlich hat sich das Magazin auch verändert. Ich würde es heute als „professioneller“ und „erwachsener“ beschreiben. Zu Beginn war es eher ein Magazin für Jugendliche, die sich Partyfotos angucken konnten. Die Zielgruppe war um die 20 Jahre alt. Heute ist die Zielgruppe viel größer. Es ist unser Ziel, durch verschiedene Angebote in Musik oder Literatur, eine breitere Basis zu schaffen. Insgesamt würde ich also sagen, das Magazin ist neben seiner größeren Leserbasis auch vielfältiger in seinen Angeboten geworden.

Natürlich ist „FRIZZ“ nicht das einzige Veranstaltungsmagazin in Kassel. Wie sieht denn die Verbindung zu anderen Magazinen oder Zeitungen aus?
Konkurrenz besteht natürlich in Kassel, da der Markt hier eng ist. Vor allem Tageszeitungen sind natürlich unsere Konkurrenz, da wir ja nur jeden Monat erscheinen. Trotzdem besteht natürlich auch Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen der anderen Zeitungen oder Magazine, auch durch meine Vergangenheit bei der HNA. Natürlich versucht man sich zu vergleichen und auch in gewissem Maße „dagegenzuhalten“. Zur Kulturszene in Kassel haben wir ein sehr enges Verhältnis. Treffen mit Vertretern sind hierbei nicht ungewöhnlich und auch sehr profitabel für beide Seiten. Man könnte auch sagen „Eine Hand wäscht die andere und beide waschen das Gesicht“.

Das „FRIZZ-Magazin“ ist in Nordhessen praktisch nur in Kassel präsent. In Südhessen ist es aber viel stärker vertreten. Können Sie sich das erklären?
Im Prinzip ist das einfach zu erklären. Der Markt bietet in Südhessen mehr Möglichkeiten als in Nordhessen. Frankfurt ist schließlich die größte Metropole in Hessen, aber auch Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden liegen eng beisammen. Kassel hingegen ist in Nordhessen die einzige Großstadt. Da ist der Markt natürlich begrenzt.

Abschließend, wie könnte sich das Magazin in Zukunft entwickeln?
Auf der einen Seite kann ich sagen, dass wir der Marktführer in diesem Bereich sind. Andererseits habe ich aber keine Glaskugel, die mir die Zukunft voraussagt, weshalb eine Prognose schwierig ist. Aber es ist es eine schwierige Zeit durch den „Medienwandel“.

Wie meinen Sie das?
Die Generation nutzt die Medien ganz anders als noch vor zwanzig Jahren. Die Webinhalte von heute sind größer und kostenlos, was natürlich ein attraktives Paket darstellt. Ein Tageszeitungsschwund ist deshalb nicht unwahrscheinlich, sondern Realität.

Link zum Frizz-Magazin