MALWIDA VON MEYSENBUG
Joachim Radkau stellt seine große Biografie vor

Copyright: Orlinde Radkau

Dienstag, 12. Juli, 18.30 Uhr.
Antiquariat Winfried Jenior, Marienstraße 5, 34117 Kassel.
Veranstalter: Literaturhaus Nordhessen in Kooperation mit Antiquariat Jenior.

Eintritt: 8 Euro / 6 Euro

Sie hätte das Leben einer Aristokratin führen können, Malwida von Meysenbug (1816 – 1903) aber ging ihren eigenen Weg.

1816 in Kassel geboren, erhielt sie künstlerische und literarische Anregungen von ihrer Mutter, die sie u. a. mit der Gedankenwelt Friedrich Schlegels und Rahel Varnhagens vertraut machte. Nach politischen Unruhen in Kurhessen zog Malwida von Meysenbug mit ihrer Mutter nach 1832 nach Detmold, wo sie sich von zunehmend von ihrer konservativen Prägung löste und sich aufklärerischem Gedankengut zuwandte.

1848 stand sie auf der Seite der Revolutionäre, später kämpfte sie für die Rechte der Frauen. Im Exil in London und Paris verkehrte sie in den wichtigsten künstlerischen und politischen Kreisen. Zurück in Deutschland, wurde sie zur Vertrauten Wagners und Nietzsches, in Rom schließlich fand diese europäische Kosmopolitin ihre zweite Heimat. Ihre „Memoiren einer Idealistin“ waren ein Bestseller, viele Frauen entdeckten darin die Möglichkeit, aus eigener Kraft ein erfülltes Leben zu führen.

Joachim Radkaus Biografie lädt dazu ein, diese faszinierende Frau zu entdecken: eine Netzwerkerin, bei der viele Fäden zusammenliefen.

Joachim Radkau, geboren 1943, lehrte bis 2009 Neuere Geschichte an der Universität Bielefeld. Er lebt in Bielefeld und wurde 2015 mit dem Einhard-Preis ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen „Das Zeitalter der Nervosität. Deutschland zwischen Bismarck und Hitler “ (1998), „Max Weber. Die Leidenschaft des Denkens“ (2005), „Theodor Heuss“ (2013) sowie „Die Geschichte der Zukunft. Prognosen, Visionen, Irrungen in Deutschland von 1945 bis heute“ (2017).

 

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